Gudrun Halbrock Stiftung zum Wohle der Kinder

 

Die Stiftung wurde 2002 von der Psychotherapeutin und pensionierten Lehrerin Gudrun Halbrock als Treuhandstiftung gegründet. Treuhänderin ist die BürgerStiftung Hamburg.

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Erziehung und Bildung sowie die Kinder- und Jugendhilfe. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke mittels eigener Projekte. Zentrales Entscheidungsgremium ist der Stiftungsbeirat, dem die Stifterin angehört und Ehrengard von Selchow als Kuratorin die BürgerStiftung Hamburg darin vertritt.

Spendenkonto
Gudrun HalbrockStiftung zum Wohle der Kinder
Hamburger Sparkasse
IBAN: DE08200505501011213830

Spendenbescheinigungen stellt die BürgerStiftung Hamburg aus.

Loki Schmidt (†) begleitete den Förderpreis „Hamburg – kinderfreundliche Stadt? Macht mit!" der Stiftung seit dem Jahr 2005 als Schirmherrin.

 

Anliegen

Das Anliegen der Stiftung ist die Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern, Erzieher/innen und Lehrkräften sowie das Erwirken einer kooperativen Mitarbeit aller Erziehungsbeteiligten in den Elternhäusern und Institutionen. Erziehungskompetenz sollte, wie jede anspruchsvolle Qualifikation, erworben werden durch Bildung und Training, und zwar von allen, denen Kinder anvertraut sind, vorrangig auch von Eltern.

Für einen respektvollen Umgang mit Kindern und Jugendlichen sind deren Entwicklungsprozesse zu berücksichtigen, daher ist der Bezug auf ein pädagogisches Konzept erforderlich. Die Stifterin favorisiert eine Orientierung am Erziehungskonzept von Alfred Adler und Rudolf Dreikurs. Die beiden Psychologen und Pädagogen wussten bereits vor über hundert Jahren, dass das Gelingen einer demokratischen Gesellschaft abhängig sein würde vom Erlangen entsprechender Schlüsselkompetenzen ihrer Mitglieder. Anstelle der allgegenwärtigen Gewalttätigkeit gegen Kinder in der autoritären Gesellschaft sollte das Praktizieren eines demokratischen Erziehungsstils zur Selbstverständlichkeit werden. Um für diesen zu befähigen, entwickelten sie gemeinsam mit Eltern, Pädagogen und Jugendlichen pädagogische Methoden, die auf gegenseitiger Wertschätzung und Mitverantwortung beruhen.

In ihrer Nachfolge steht das pädagogisch und psychologisch ausgewogene STEP-Konzept, ein systematisches Training für Eltern und Pädagogen. Es basiert auf einer Weiterentwicklung der Methoden von Alfred Adler und Rudolf Dreikurs. Seine Anwendung wird von der Stiftung hamburgweit gefördert. Dafür initiiert und unterstützt sie spezielle Kooperationsmodelle zwischen Stiftung und Kitas, Schulen und familiennahen Einrichtungen zur Realisierung von Aus- und Weiterbildungen von Erzieher/innen und Lehrer/innen auf der Grundlage von STEP sowie zur Durchführung von STEP Elterntrainings.

Ergänzt wird die Verwirklichung des Anliegens der Stiftung mit einem geförderten Projektunterricht in der Sekundarstufe zur Vorbereitung auf verantwortungsbewusste Elternschaft. Zudem betreibt die Stiftung bewusstseinsbildende Öffentlichkeitsarbeit mittels Vorträgen, Fachartikeln, Schriften, Büchern, Webseiten etc.

Stifterin

Gudrun Halbrock war 34 Jahre lang als Gewerbelehrerin in verschiedenen hauswirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen tätig und unterrichtete Kinder und Jugendliche in Heimschulen, im Rahmen der Schulischen Erziehungshilfe. Ihre 1962 geborene Tochter zog sie allein auf.

Zwischenzeitlich erwarb sie ein Montessori-Diplom und absolvierte als Fünfzigjährige ein Psychologiestudium. Nach ihrer Pensionierung als Lehrerin erwarb sie per dreijähriger Weiterbildung die Qualifikation als Psychotherapeutin.

In ihrer Kindheit erfuhr sie den psychischen Druck einer autoritären Gesellschaft. Während ihres Studiums faszinierte sie, welche Chancen der persönlichen Einflussnahme eine Demokratie ermöglicht. Diese Begeisterung für ein Leben in Freiheit und Verantwortung wollte sie, als Gewerbelehrerin, der jungen Generation vermitteln. Besonders am Herzen lag - und liegt ihr - der respektvolle Umgang mit Kindern.

Als Mitbegründerin des "Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V." (VAMV) und dessen stellvertretende Vorsitzende hat sie sich seit 1972 über Jahrzehnte schwerpunktmäßig für die Förderung der Erziehungskompetenz von Eltern eingesetzt, so auch im Landesfrauenrat als Vertreterin des VAMV. Viele Jahre leitete sie selbst Elterntrainings. In ihrer jetzigen Praxis als Psychotherapeutin arbeitet sie vor allem mit Eltern zur Prävention von Erziehungsschäden.

1984 wurde ihr der Hamburger Bürgerpreis verliehen und 2008 die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes für ihre Verdienste um das Gemeinwohl. 2013 wurde sie für ihr ehrenamtliches Wirken um das Wohl der Kinder ausgezeichnet mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Gudrun Halbrock über ihre Beweggründe: „Es ist mir ein besonderes gesellschaftliches Anliegen, die immense Bedeutung von Kindererziehung für unsere Kultur bewusst zu machen. Da ich selber in der autoritären Gesellschaft aufgewachsen bin und in meiner psychotherapeutischen Praxis täglich die Folgen gravierender Erziehungsfehler erlebe, engagiere ich mich dafür, dass die junge Generation psychisch gesund zu selbst- und verantwortungsbewussten Menschen heranwächst, mit ethischen Werten für eine friedvolle Welt.“

Zur Verwirklichung dieser Ziele legte sie 2002 den Grundstock für die "Gudrun Halbrock Stiftung zum Wohle der Kinder" und erfüllte sich damit den Traum der politischen Einflussnahme. Überschüsse aus ihrer psychotherapeutischen Praxis kommen der Stiftung zu Gute, die seit 2003 Projekte im Bereich der Kindererziehung fördert, darunter seit 2005 den Förderpreis "Hamburg - Kinderfreundliche Stadt? -Macht mit!", der in loser Folge unter neuer Themenstellung ausgelobt wird. Momentan liegt der Schwerpunkt der Förderung durch ihre Stiftung auf der Unterstützung der elterlichen bzw. pädagogischen Erziehungskompetenz nach der STEP Methode.

Mehr über Gudrun Halbrock ist hier zu erfahren: www.gudrunhalbrock.de .