Aktivitäten

Ausbildung von Lehrkräften zu Kursleiter/innen für das STEP Elterntraining und Dozent/innen für die STEP Lehrerfortbildung in Hamburger Grundschulen

Realisiert wurde die Ausbildung im Zeitraum August bis Oktober 2015 auf Initiative der Gudrun Halbrock Stiftung in Zusammenarbeit mit der Abteilung LIB (Beratung – Vielfalt, Gesundheit, Prävention) des Hamburger Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) und dem STEP Ausbildungsinstitut Düsseldorf. Finanziert wurde sie von der Stiftung als Pilotprojekt und richtete sich an Beschäftigte Hamburger Schulen mit KESS Faktor 1, 2, 3 und 4.

www.li.hamburg.de/vielfalt-gesundheit-praevention


Wertschätzend und kompetent erziehen

Inhouse STEP-Team-Fortbildung an der Elbinselschule
in Hamburg-Wilhelmsburg
, Frühjahr bis Herbst 2014

Dem Projekt voraus ging ein STEP-Elternkurs an der Elbinselschule in Hamburg Wilhelmsburg im Herbst 2012. Eltern verschiedener Herkunftsländer nahmen an dem Elterntraining teil, das von der Gudrun-Halbrock-Stiftung gefördert wurde. Aus der positiven Resonanz auf den Kurs resultierte die Einladung der Kursleiterinnen Dorothee Gräve und Liane Biederlack, das STEP-Konzept als Inhouse STEP-Team-Fortbildung auf einer Lehrerkonferenz vorzustellen. Das Konzept wurde mit großem Interesse aufgenommen und die Fortbildung von der Schulleitung und dem übrigen Leitungsteam befürwortet.

Im Februar 2014 begann die 32stündige Inhouse Fortbildung, bestehend aus acht Modulen. Für die Elbinselschule empfahl sich das Vorgehen nach dem STEP Buch für Lehrer/innen unter Einbindung der Erzieher/innen mit lehrender Funktion.

Teilnehmende waren 14 junge Lehrer/innen und Erzieher/innen. Sie äußerten sich im Vorfeld der Fortbildung sehr zufrieden über ihre Berufswahl, insbesondere dann, wenn ihr Engagement im Einklang sei mit dem erzielten Erfolg. Immer wieder entstünden jedoch im Schulalltag konflikthafte Situationen. Nicht nur hier kann eine STEP-Fortbildung Abhilfe schaffen:

Im Fokus der Fortbildung steht die Entwicklung und Festigung einer von Gemeinschaftsgefühl, Gleichwertigkeit, Respekt und Kooperation geprägten Schulatmosphäre. Angezielt werden u.a. die

  • Stärkung der Handlungs- und Erziehungskompetenz, das bedeutet auch positive Entwicklung der Beziehung zwischen Schülern, Eltern und Kollegen
  • Förderung der Bereitschaft, den Lernprozess gemeinsam zu gestalten und dass die Schüler dabei lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen
  • Stärkung des Selbstwirksamkeitsgefühls und Stressreduzierung durch Gelassenheit und Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen.

Der erfolgreiche Verlauf des Pilotprojektes lässt hoffen, dass auch andere Schulen diesem Beispiel folgen und entsprechend in die Weiterbildung ihrer Lehrer/innen und Erzieher/innen investieren werden.

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Stärkung der Erziehungspartnerschaft von Eltern und Pädagogen

Dieses Stiftungsprojekt bot im Jahr 2009 - in Hamburg tätigen  - pädagogischen Fachkräften die Gelegenheit, sich zum Elterntrainer nach dem STEP Konzept zu qualifizieren und sich die Kursgebühren individuell bezuschussen zu lassen.

Absolventen sollen Eltern das STEP Elterntraining zu vergünstigten Bedingungen in den Einrichtungen anbieten können, in denen sie tätig sind. Dafür wurde zwischen der Stiftung und dem STEP Ausbildungsinstitut in Düsseldorf eine Rahmenvereinbarung getroffen, die auch ressourcenarmen Eltern in Hamburg den Besuch von STEP Elternkursen erleichtern soll.

Das Projekt wurde gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz.
 

STEP Elterntraining

Das STEP Konzept ist auf der Grundlage der Individualpsychologie von Alfred Adler und Rudolf Dreikurs entwickelt worden und unterscheidet sich wesentlich von anderen Erziehungskursen. Der STEP-Elternkurs findet über 10 Wochen einmal wöchentlich 2 Stunden statt. Er vermittelt Kenntnisse über

  • die Verhaltensziele von Kindern
  • den Lebensplan eines Kindes, den es oft schon in der Vorschulzeit entwickelt und evt. ein Leben lang beibehält
  • die Eigenständigkeit und schöpferische Kraft einer jeden Persönlichkeit
  • die Hintergründe über das unerwünschte Verhalten von Kindern
  • die 4 irrtümlichen Annahmen eines Kindes, die seinem Fehlverhalten zu Grunde liegen.

Die Eltern lernen zu unterscheiden, ob ihr Kind mit seinem störenden Verhalten Aufmerksamkeit wünscht, sich im Machtkampf mit ihnen befindet, sich unfair behandelt fühlt oder völlig entmutigt aufgegeben hat. Diese Kenntnisse helfen den Eltern, anstelle von fruchtlosem Ärger, ihr Kind wirklich zu verstehen und ihm die Unterstützung zu geben, die es in der jeweiligen Situation braucht. Eltern lernen Methoden kennen

  • wie sie ihre eigenen impulsiven Verhaltensweisen steuern können
  • wie sie ihre Kinder ermutigen können, statt erfolglos Kritik zu üben und zu strafen
  • wie sie angemessene Grenzen setzen
  • wie sie mit den Kindern sinnvolle Konsequenzen vereinbaren und durchführen
  • wie sie ihre Kinder zur Mitarbeit und Übernahme von Eigenverantwortung gewinnen.
Das Anliegen des Elterntrainings ist die Stärkung der Fähigkeit, wertschätzend und kompetent mit Kindern umzugehen und die Förderung eines demokratischen (autoritativen bzw. partizipativen), resilienzförderlichen Erziehungsstils.

 


Kinder respektvoll erziehen

Diese Initiave von Gudrun Halbrock möchte dazu beitragen, dass Eltern, Erzieher und Lehrer, die eine respektvolle Erziehung praktizieren, selbstbewusst zu ihrer Leistung stehen und von der Gesellschaft anerkannt werden.

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fit for life ― Vorbereitung auf Elternschaft
Das Unterrichtskonzept

Auf der Gesundheitskonferenz Nord am 3. September 2008 bildete sich unter Leitung der Stifterin Gudrun Halbrock der gemeinnützige Arbeitskreis "Freunde der Kinder und Jugendlichen". Er machte es sich zur Aufgabe, Jugendliche zur Reflexion ethischer Grundwerte anzuregen, dazu ein Unterrichtskonzept zu entwickeln und für die praktische Durchführung des Unterrichts an Ganztagsschulen zu sorgen.

Das Konzept wurde inzwischen an drei Schulen in Hamburg-Wilhelmsburg als Projektunterricht realisiert. Ziel ist das Erarbeiten von Erkenntnissen mit Jugendlichen über die Wichtigkeit von Verantwortungsübernahme für ihre Beziehungen, Partnerschaften und eine eventuelle Familienplanung. Die Heranwachsenden sollen besonders sensibilisiert werden für die Bedeutung von Erziehungskompetenz für sich selbst und als zukünftige Eltern. Wir freuen uns auf weitere kooperationsbereite Hamburger Schulen!

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Hamburg - kinderfreundliche Stadt ? Macht mit!
Der Förderpreis

In den Jahren 2003 bis 2005 förderte die Stiftung Fortbildungen und Einzelmaßnahmen im Bereich der Kindererziehung. 2005 konzipierte sie den Förderpreis "Hamburg - kinderfreundliche Stadt ? Macht mit !".

2005 bis 2007 würdigte der Preis Hamburger Kinder und Jugendliche für ihre Ideen zur kinderfreundlichen Gestaltung ihrer Lebensumwelt. Dabei sollte der respektvolle kooperative Umgang durch praktisches Tun miteinander gekräftigt und ihr Sinn für das Gemeinwohl verstärkt werden.

In 2008 war der Preis der Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften zum "STEP Elterntrainer" gewidmet.

"Hoch im Kurs - Eltern mit Wirkung!"; der Elternpreis 2011 zeichnete Elterninitiativen aus für die Initiierung von Elterntrainings an Schulen und anderen Einrichtungen in Hamburg.

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